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Wie lebte man in Deutschland im Hochmittelalter?

  • cradimsky
  • 3. Sept. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Deutschland als Nation existierte im 13. Jahrhundert noch nicht. Das tägliche Leben war geprägt vom Ständesystem, das Jedermann und Jederfrau seinen Platz im Leben zuwies. An der Spitze stand der König, gefolgt vom ersten Stand der Geistlichen, dem zweiten Stand der Adligen und dem dritten Stand der Bauern.

Leider gibt es so gut wie keinie historischen Quellen über das Leben einzelner Bauern, zumindest noch nicht im 13. Jahrhundert. Bei den Adligen wird man da schon eher fündig.

Die vierbändige Buchenau-Saga erzählt das Leben des adligen Ritters Erkenbert von Buchenau. Er lebte von 1230 bis 1307 im heutigen Osthessen auf einer Burg, die heute noch steht. Über ihn habe ich mehr als ein Dutzend historischer Quellen gefunden, und habe angefangen, über ihn zu schreiben.

Das Resultat ist die Lebensgeschichte eines Ritters, der wirklich so gelebt hat. Erkenbert war ein echt interessanter Typ. Als Adliger erwarb einen Magistertitel, was seine Standesgenossen merkwürdig gefunden haben müssen. Erkenbert muss an einer der beiden Universitäten, die es damals in Zentraleuropa gab, studiert haben. Das hat mich schwer beeindruckt. Dazu war er Vogt zweier Ämter und bezeugte etliche Dokumente auf Burgen der Umgebung und für die Fürstäbte von Fulda und Hersfeld. Da hört es aber nicht auf: Im Alter von 65 Jahren erhielt er ein bedeutendes Burgmannenamt vom deutschen König Adolf und reiste im hohen Alter von 76 Jahren auf die Wartburg, wo er ein weiteres Dokument bezeugte. Dass er im Heiligen Land war, habe ich künstlerisch frei dazu gedichtet, aber zugetraut hätte ich es Erkenbert.

Drei seiner Söhne tauchen natürlich auch in historischen Dokumenten auf, dazu seine Neffen, die Schurken der Familie.

Neugierig geworden? Lest doch selbst.

 
 
 

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